Marc Babo als Vorsitzender bestätigt – Kurt Baier übernimmt Stellvertretung
Schöllkrippen. Die Verbandsversammlung des Verbandes kommunaler Musikunterricht (VEKOMU) hat bei ihrer Sitzung am 13. Juli 2026 im Sitzungssaal des Rathauses Schöllkrippen wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Neben der Neuwahl des Verbandsvorstands standen der Haushalt 2027, die Entwicklung der Schülerzahlen sowie die weitere Ausrichtung des Musikunterrichts auf der Tagesordnung.
Bürgermeister Marc Babo, Vorsitzender des Verbandes, begrüßte die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie weitere Vertreter der Mitgliedskommunen, den ehemaligen Vorsitzenden Michael Rosner und Geschäftsleiterin Christine Heim. Die Niederschrift der vorangegangenen Sitzung wurde einstimmig genehmigt.
Bei der anschließenden Wahl wurde Marc Babo einstimmig als Vorsitzender des Verbandes bestätigt. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung ebenfalls einstimmig Bürgermeister Kurt Baier (Glattbach). Er folgt damit auf Peter Zenglein, der das Amt aufgrund seines Ausscheidens als Bürgermeister von Johannesberg nicht weiter ausüben kann.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Haushaltsplanung für das Jahr 2027. Die Verbandsversammlung stimmte dem vorgelegten Haushaltsplan ohne Gegenstimme zu. Wie Vorsitzender Babo erläuterte, soll der Verband auch künftig ausreichend Mittel für Öffentlichkeitsarbeit, Konzerte und Veranstaltungen einplanen. Eine besondere Rolle spielt dabei die geplante Fortbildung der Lehrkräfte im Bereich der Musikalischen Früherziehung. Sie soll Anfang 2027 stattfinden und der Vorbereitung eines MFE-Konzerts im Mai dienen. Da die Lehrkräfte an verschiedenen Unterrichtsstandorten tätig sind, soll die Fortbildung dazu beitragen, ein gemeinsames Konzept zu entwickeln und die Zusammenarbeit zu stärken.
Erfreuliche Zahlen präsentierte Christine Heim bei ihrem Bericht über die Entwicklung des Verbandes. Die Schülerzahlen sind in den vergangenen vier Schuljahren kontinuierlich gestiegen – zum Ende des Schuljahres 25/26 werden rund 470 Schülerinnen und Schüler im Verbandsgebiet unterrichtet. Die Nachfrage nach Instrumentalunterricht und Musikalischer Früherziehung bleibt hoch; die Unterrichtskapazitäten der Lehrkräfte sind vielerorts nahezu vollständig ausgelastet.
Auch im vergangenen Schuljahr war der Verband bei zahlreichen Veranstaltungen präsent. Beim Jubiläumsempfang anlässlich des 30-jährigen Bestehens im November 2025 im Dorfgemeinschaftshaus Schneppenbach gestalteten Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler das Programm. Den musikalischen Abschluss übernahm eine eigens gegründete Lehrerband. Weitere Höhepunkte waren das Weihnachtskonzert des Musikunterrichts Schöllkrippen und Mömbris, ein Adventsvorspiel im Altenpflegeheim in Goldbach sowie das Konzert „Meisterschüler und Meister“ in Sailauf. Bei letzterem wirkten 13 Schülerinnen und Schüler sowie fünf Lehrkräfte mit; rund 70 Zuhörerinnen und Zuhörer besuchten die Veranstaltung. Besonders groß war das Konzert „VEKOMU in Concert“ in der Kulturhalle Hösbach. Mehr als 60 Kinder und Jugendliche standen gemeinsam mit 13 Lehrkräften auf der Bühne. Dabei wurde ein breites Spektrum der bei VEKOMU unterrichteten Instrumente präsentiert. Für die kommenden Monate sind weitere Sommervorspiele, Motivationsprüfungen für jüngere Schülerinnen und Schüler sowie ein TalentCampus in Kooperation mit der Volkshochschule geplant. Bei den Motivationsprüfungen liegen bereits 40 Anmeldungen vor. Im Rahmen des TalentCampus sollen zwei VEKOMU-Lehrkräfte mit Kindern ein Musical zum Thema Zauberei einstudieren.
Für 2027 sind unter anderem eine Fortbildung für die Lehrkräfte der Musikalischen Früherziehung, das Konzert „Meisterschüler und Meister“ in Bessenbach sowie eine MFE-Veranstaltung vorgesehen.
Zum neuen Schuljahr werden die Unterrichtsgebühren angepasst. Christine Heim begründete den Schritt mit gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie der zunehmenden Schwierigkeit, qualifizierte Lehrkräfte zu den bisherigen Honoraren zu gewinnen. Die neuen Gebühren waren zuvor in der Lehrerkonferenz vorgestellt und von den Lehrkräften einstimmig unterstützt worden. Nach Angaben der Geschäftsleitung bleiben die Preise weiterhin sozialverträglich und am unteren Rand des für professionellen Musikunterricht üblichen Niveaus. Eine weitere Erhöhung ist erst für das Jahr 2029 vorgesehen.
Zum Abschluss formulierte Christine Heim die Ziele für das kommende Schuljahr. Der Verband soll stärker im kulturellen Leben der Region sichtbar werden. Außerdem sollen das gemeinsame Musizieren und die kammermusikalische Arbeit gefördert, neue Ensembles aufgebaut und schwächere Unterrichtsstandorte gestärkt werden. Die Suche nach qualifizierten Lehrkräften, insbesondere für Blechblasinstrumente und Gitarre, soll weitergeführt werden.
Marc Babo dankte Christine Heim für ihren ausführlichen Bericht und die geleistete Arbeit. Anschließend beendete er die Sitzung.

